So gebrain­wa­shed sind wir WIRKLICH

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Kurze Zusam­men­fas­sung 🚀

Begib dich auf eine faszi­nie­ren­de Reise durch die Welt der Geschlech­ter­ste­reo­ty­pen in der Kinder­er­zie­hung. Wie beein­flus­sen Farben wie Rosa und Blau unsere Wahrneh­mung von Jungen und Mädchen? Welche unbewuss­ten Vorur­tei­le prägen unsere Entschei­dun­gen? Und wie wirken sich geschlechts­spe­zi­fi­sches Spiel­zeug und Kleidung auf die Zukunft unserer Kinder aus? Entde­cke, wie tief verwur­zelt diese Muster sind und welche überra­schen­den Auswir­kun­gen sie auf Selbst­bild und Berufs­chan­cen haben können.

Die wichtigs­ten Punkte 📌

Kernin­hal­te

  • Die Zuord­nung von Rosa für Mädchen und Blau für Jungen ist histo­risch betrach­tet relativ neu und hat sich erst im 20. Jahrhun­dert etabliert
  • Studien zeigen, dass Farbzu­ord­nun­gen und Geschlech­ter­ste­reo­ty­pen unbewuss­te Entschei­dun­gen beein­flus­sen, sogar bei medizi­ni­schen Behandlungen
  • Kinder­klei­dung unter­schei­det sich nicht nur farblich, sondern auch im Schnitt und in den aufge­druck­ten Botschaf­ten, die geschlechts­spe­zi­fi­sche Werte vermitteln
  • Spiel­zeug beein­flusst nachweis­lich die Entwick­lung von Fähig­kei­ten und kann langfris­ti­ge Auswir­kun­gen auf Selbst­bild und Berufs­wahl haben

Analyse und Gedanken

  • Die Gesell­schaft “brain­wa­shed” Kinder von klein auf mit Geschlech­ter­ste­reo­ty­pen, die tief in unserem Unter­be­wusst­sein veran­kert sind
  • Die vermeint­lich “natür­li­chen” Spiel­zeug­prä­fe­ren­zen von Kindern sind stark durch Umwelt­ein­flüs­se und Marke­ting­stra­te­gien geprägt
  • Mädchen werden durch bestimm­te Spiel­zeu­ge und Kleidung früh auf Äußer­lich­kei­ten und Fürsorg­lich­keit kondi­tio­niert, während Jungen zu Aktivi­tät und Problem­lö­sung ermutigt werden
  • Eine geschlechts­neu­tra­le­re Erzie­hung könnte Kindern mehr Entwick­lungs­mög­lich­kei­ten bieten und einschrän­ken­de Stereo­ty­pe aufbrechen
  • Die Auswir­kun­gen dieser frühen Prägung reichen bis ins Erwach­se­nen­al­ter und beein­flus­sen Selbst­wert­ge­fühl, Körper­bild und Berufsvorstellungen

Fazit

Geschlech­ter­ste­reo­ty­pen prägen Kinder von frühes­ter Kindheit an durch Farben, Kleidung und Spiel­zeug, mit nachweis­ba­ren Auswir­kun­gen auf ihre Entwick­lung, ihr Selbst­bild und ihre Zukunfts­vor­stel­lun­gen – ein Bewusst­sein dafür kann helfen, Kindern vielfäl­ti­ge­re Entwick­lungs­mög­lich­kei­ten zu bieten.

Inhalt mit Sprungmarken ⏩

Stereo­ty­pe (0:00)

Die Einfüh­rung des Videos widmet sich der tiefgrei­fen­den Proble­ma­tik von Geschlech­ter­ste­reo­ty­pen in der Kinder­er­zie­hung. Beson­ders hervor­ge­ho­ben wird, wie früh diese Stereo­ty­pe durch Kleidung, Farben und Spiel­zeug in das Leben von Kindern einge­führt werden. Du erfährst, wie diese schein­bar harmlo­sen Unter­schei­dun­gen tatsäch­lich die Entwick­lung und das Selbst­ver­ständ­nis von Kindern nachhal­tig beein­flus­sen können. Die Modera­to­rin stellt die grund­le­gen­de Frage, inwie­weit wir als Gesell­schaft durch diese Geschlech­ter­kli­schees “gebrain­wa­shed” sind und wie tief diese Kondi­tio­nie­rung reicht. Dabei wird deutlich, dass viele dieser Zuschrei­bun­gen so selbst­ver­ständ­lich erschei­nen, dass wir sie kaum noch hinterfragen.

Rosa vs. Blau (0:35)

Die histo­ri­sche Entwick­lung der Farbzu­ord­nung Rosa für Mädchen und Blau für Jungen steht im Mittel­punkt dieses Abschnitts. Überra­schen­der­wei­se war diese Zuord­nung nicht immer so eindeu­tig – tatsäch­lich war Rosa ursprüng­lich eher Jungen zugeord­net, da es als kräfti­ge­re Farbe galt, während Blau als sanft und feminin angese­hen wurde. Erst im Laufe des 20. Jahrhun­derts hat sich die heutige Farbzu­ord­nung etabliert und verfes­tigt. Eine faszi­nie­ren­de Studie zeigt, wie tief diese Farbzu­ord­nun­gen mittler­wei­le in unserem Unter­be­wusst­sein veran­kert sind: Proban­den ordne­ten weibli­che Namen in Rosa schnel­ler zu als männli­che Namen in Blau. Noch beunru­hi­gen­der war das Ergeb­nis eines Experi­ments, bei dem Proban­den in einem fikti­ven Pande­mie-Szena­rio über medizi­ni­sche Behand­lun­gen für Säuglin­ge entschei­den sollten – hier zeigte sich, dass die Kleider­far­be tatsäch­lich die Entschei­dun­gen beein­fluss­te, wobei Jungen in Rosa als “weniger wertvoll” einge­stuft wurden.

Mode und Sexua­li­sie­rung (4:00)

Dieser Abschnitt beleuch­tet die geschlechts­spe­zi­fi­schen Unter­schie­de in der Kinder­klei­dung, die weit über die Farbwahl hinaus­ge­hen. Mädchen­klei­dung ist oft enger geschnit­ten, betont Äußer­lich­kei­ten und enthält Aufdru­cke mit Begrif­fen wie “Love”, “Dream” und “Beauty”, während Jungsklei­dung prakti­scher gestal­tet ist und Aufdru­cke mit Begrif­fen wie “Adven­ture”, “Hero” und “Brave” aufweist. Diese unter­schied­li­chen Botschaf­ten vermit­teln Kindern früh, welche Eigen­schaf­ten und Verhal­tens­wei­sen von ihnen erwar­tet werden. Beson­ders proble­ma­tisch ist die subtile Sexua­li­sie­rung von Mädchen­klei­dung, die schon in jungen Jahren beginnt. Kinder selbst nehmen diese Unter­schie­de wahr und verbin­den bestimm­te Kleidungs­stü­cke mit geschlechts­spe­zi­fi­schen Aktivi­tä­ten – Mädchen assozi­ie­ren Jungsklei­dung mit aktiven Tätig­kei­ten wie Klettern und Kämpfen, während Jungsklei­dung als prakti­scher und beque­mer gilt.

Prägung durch Spiel­zeug (6:04)

Die tiefgrei­fen­den Auswir­kun­gen von geschlechts­spe­zi­fi­schem Spiel­zeug auf die Entwick­lung von Kindern werden in diesem Kapitel analy­siert. Entge­gen der verbrei­te­ten Annahme, dass Kinder “von Natur aus” zu bestimm­ten Spiel­zeu­gen greifen, zeigen Studien, dass diese Präfe­ren­zen stark durch Umwelt­ein­flüs­se geprägt sind. Beson­ders inter­es­sant sind die Forschungs­er­geb­nis­se zu den Auswir­kun­gen verschie­de­ner Spiel­zeug­ar­ten auf die Entwick­lung spezi­fi­scher Fähig­kei­ten. So schnei­den Kinder, die regel­mä­ßig mit Bauklöt­zen spielen, bei räumli­chen Tests besser ab – eine Fähig­keit, die später für MINT-Berufe relevant ist. Gleich­zei­tig gibt es Hinwei­se darauf, dass das Spielen mit Puppen soziale Fähig­kei­ten fördern kann, wobei die Ergeb­nis­se hier weniger eindeu­tig sind. Besorg­nis­er­re­gend ist die Erkennt­nis, dass Mädchen, die mit Barbies spielen, oft ein verzerr­tes Körper­bild entwi­ckeln, was zu einem gesenk­ten Selbst­wert­ge­fühl führen kann.

Auswir­kung auf das spätere Leben (10:06)

Im letzten Abschnitt werden die langfris­ti­gen Konse­quen­zen geschlechts­spe­zi­fi­scher Erzie­hung und Spiel­zeug­wahl für das spätere Leben der Kinder beleuch­tet. Studien zeigen, dass Mädchen, die vorwie­gend mit typisch “weibli­chem” Spiel­zeug wie Puppen spielen, später weniger Berufs­chan­cen für sich selbst sehen. Beson­ders die Barbie-Puppe scheint die Berufs­vor­stel­lun­gen von Mädchen negativ zu beein­flus­sen, indem sie stereo­ty­pe Geschlech­ter­rol­len verstärkt. Gleich­zei­tig wird betont, dass die Forschungs­la­ge nicht einheit­lich ist und einige Studien zu unter­schied­li­chen Ergeb­nis­sen kommen. Das Video schließt mit Überle­gun­gen zur geschlechts­neu­tra­len Erzie­hung und wie Eltern ihren Kindern vielfäl­ti­ge­re Entwick­lungs­mög­lich­kei­ten bieten können. Dabei geht es nicht darum, Unter­schie­de zu leugnen, sondern Kindern die Freiheit zu geben, ihre eigenen Inter­es­sen zu entwi­ckeln, unabhän­gig von gesell­schaft­li­chen Geschlechtererwartungen.

Top 25 Kommentare 💬

Top 25 Kommentare

@Quarks 24.03.2025, 16:05:27
Liebe Commu­ni­ty, bei Minute 11:15 hat sich leider ein kleiner Fehler in der Formu­lie­rung einge­schli­chen. Die Mädchen durften sich in der Studie NICHT selbst aussu­chen, ob sie mit einer Barbie oder Mrs. Potato Head spielen, sondern sie wurden zufäl­lig einem der beiden Spiel­zeu­ge zugeteilt. Sonst würde der Test ja auch keinen Sinn machen.
@SKRaven 22.03.2025, 16:54:34
Gerade heute, waren wir mit unseren Mädchen wieder Klamot­ten kaufen. die 9‑jährige beschwer­te sich, dass sie keine coolen Shirts findet. kaum habe ich sie in die Jungsab­trei­lung gescho­ben fragte sie: “Warum dürfen nur Jungs Star Wars, Minecraft, Pokemon und Gaming als Themen haben?” Nach dem ich ihr gesagt habe, dass die Herstel­ler eben Mädchen als süß dekla­ri­en entgeg­ne­te sie “Ich bin jetzt aber sauer!”
Ich hab ihr dann auch noch mal erklärt, dass sie bei den Mädchen Shirts eine 140 nehmen soll und bei den Jungs eine 134, was sie noch mehr verun­si­chert hat, da wie beim messen 133 cm hoch ist.
Allge­mein kaufe ich von Anfang an in beiden Abtei­lun­gen. Gerade bei den kurzen Hosen bevor­zu­gen meine Beiden eher die Jungslän­ge. Meine Schwä­ge­rin kauft für ihren Sohn übrigends “Mädchen”-Hosen, weil sie enger geschnit­ten sind und er eher zierlich ist
Ach ja die Lieblings­far­ben der beiden sind Kind 1 = rot und Kind 2 = grün, beids findet man eher bei den Jungs. Und wenn es zu Pink oder rosa ist, werden Sachen auch mal abgelehnt.

Schlimm finde ich es beim Geschen­ke kauften, das als erstes immer die Frage nach dem Geschlecht kommt. Ich antwor­te darauf immer, wenn kein Kind in der Nähe ist, damit, dass ich kein Sexspiel­zeug suche und es daher egal sein sollte. 😆

Beide Mädels waren/ sind im Waldkin­der­gar­ten. Da es dort kein Spiel­zeug im klassi­schen Sinne gibt, wurden sie auch nicht von den anderen Kindern in eine Richtung gedrängt. Es gab nur einmal eine Disku­si­on zwischen den Kids über “Dinos sind nichts für Mädchen” und “Einhör­ner sind nichts für Jungs”. Mein Mädchen und der gehän­sel­te Junge haben dann erklärt, dass es auch Mädchen­di­nos und Einhorn­jun­gen gibt, weil es sonst keine Dinoei­er und keine Einhorn­foh­len geben würde.
Zu Hause haben wir darauf geachte, dass wir Spiel­zeug in jede Richtung anbie­ten. Wobei das typische Mädchen­spiel­zeug längere Zeit ignoriert wird, dann es aber auch Phasen gibt, in welchen es inten­si­ver bespielt wird.
Der Berufs­wunsch meiner 3. Kläss­le­rin ist übrigends Astro­phy­si­ke­rin und daher hängt sie sich in Mathe echt rein und ist eines der besten Kinder in der Klasse. Leider hat sie auf der anderen Seite eine Recht­schreib­schwä­che, obwohl sie gerne ließt.
@ellepelle2647 22.03.2025, 12:34:15
Es ist einfach so ekelhaft, dass es hot-pants und crop Tops schon für die ganz kleinen gibt. Ich frag mich jedes Mal aufs neue, was das für Menschen sind, die daran betei­ligt sind, so eine Kleidung auf den Markt zu bringen.
@LenZi-g1e 22.03.2025, 15:02:53
Die Frühs­w­xua­li­sie­rung von Mädchen wird bisher totge­schwie­gen. Das erst Mal das ich das in einem seriö­sen und sinnvol­len Kontext gesetzt höre. Ich verste­he die Modeher­stel­ler nicht, ich verste­he die Eltern nicht, ich verste­he die Gesell­schaft nicht.
@toniG.37 21.03.2025, 18:44:06
Die Lieblings­far­ben meines Sohn waren immer rosa und lila. Seit einiger Zeit sagt er aber das er keine Lieblings­far­be hat aber er wählt immer rosa wenn er kann und wenn keine anderen Kinder dabei sind.

Ich finde das total traurig er ist grad mal 5 und traut sich nicht mehr seine Vorlie­ben zu wählen weil er bereits jetzt die Erfah­rung gemacht hat das andere Kinder und Erwach­se­ne das komisch finden.
@LaBaustelle 22.03.2025, 12:39:04
Ich habe schon vor knapp 40 Jahren im Kinder­gar­ten “gelernt”, dass rosa eine Mädchen­far­be ist. Ab der Grund­schu­le war “du bist ein Mädchen” gleich­be­deu­tend mit “du bist ein Schwäch­ling” oder “du bist peinlich”. Ich hatte also ziemlich schnell die Schnau­ze voll vom Mädchen sein. Selbst jetzt, mit 42 Jahren ecke ich noch immer wieder mal an, wenn ich mich nicht “typisch Frau” kleide oder verhal­te.
Ohne diese aufge­zwun­ge­nen vorge­fer­tig­ten Rollen­bil­der können wir uns alle doch viel freier entfal­ten und unser Poten­ti­al viel besser nutzen und einsetzen.
@steinba9420 21.03.2025, 15:49:56
Ich mochte es nie mit Puppen zu spielen, weil ich darin kein Sinn gesehen habe. Mit Autos und Robotern war ich viel glück­li­cher als Mädchen. Mein Opa hat mir sogar ein Holzbo­gen gebaut, ich bin froh, dass es bei mir in der Famili­en nicht diese stereo­ty­pen gab.
@maikek.76 22.03.2025, 16:18:30
Wer sagt, man könne in einem Rüschen­kleid nicht auf Bäume klettern, der kennt meine Tochter nicht… 😅
Mich nervt die Kinder­klei­der­si­tua­ti­on enorm, dass die Mädchen­sa­chen immer enger, kürzer und kleiner geschnit­ten sind (Bodys in Größe 74 sind für Mädchen teils 2cm kürzer/enger!!). Und dieses Hotpants-Problem finde ich schon mehr als grenzwertig 🤨
@murmelzilla1060 21.03.2025, 19:22:52
Meine Enkel­toch­ter hat rosa Kleidung abgelehnt mit dem Satz: „So laufen die Schwei­ne rum“
@antka8280 22.03.2025, 13:26:13
Super schwie­ri­ges Thema in der Umset­zung. Ich war immer die Mutter, die bis zu einem Alter von ca. 2,5 Jahren komplett geschlechts­neu­tral ausge­stat­tet hat. Und dann kam das Kind in den Kinder­gar­ten. Seitdem: Kleider, Pink, Glitzer, Einhör­ner, Feen, Barbie, Pferde. In der Kita ist eine große Auswahl an Spiel­zeug, das nicht stereo­typ ist, aber die absolu­te Mehrheit an anderen Kindern haben meine Tochter zu einem totalen Klischee verhal­ten geprägt, weil sie natür­lich dazuge­hö­ren will.
@meeepd2299 22.03.2025, 10:37:18
Ich kann aufje­den­fall sagen, dass ich sehr offen erzogen wurde, ohne Stereo­ty­pen. Hab im Kinder­gar­ten schon die Farbe rosa gehasst und hab sowohl mit Pferden als auch mit Autos und Lego gespielt.
Meine Mutter hatte stark was gegen Barbie, durfte aber dennoch damit spielen wenn ich darauf bestand (mir wurde nur immer direkt erklärt, dass die keinen natür­li­chen Körper­bau haben).
Jetzt bin ich Ingenieu­rin, also ja ich würde sagen die geschlecht­er­neu­tra­le Erzie­hung hat mir gehol­fen, dass ich mich wirklich frei entschei­den konnte und dabei festge­stellt habe, dass Mathe voll mein Ding ist.
@hl8368 21.03.2025, 16:18:20
Ich ziehe meine 2 Jährige Tochter geschlecht­er­neu­tral an, meist sogar ziemlich männlich. Wenn ich sie doch Mal weiblich anziehe, bemerke ich völlig andere Reaktio­nen von Fremden auf der Straße. Plötz­lich ist sie hübsch und süß und hat tolle Kleidung an, wohin­ge­gen bei männli­cher Erschei­nung viel mehr ihre Leistung anerkannt wird: Du bist ja stark! Wow, was du alles schon alleine schaffst!

Das erschreckt mich immer wieder. Ich habe aber die Sorge, dass sie — sobald ihr das bewusst wird — fordert, sich als Mädchen anzie­hen zu dürfen. Ich möchte ja nicht, dass sie darun­ter leidet und ihre Identi­tät immer wieder vertei­di­gen muss. Diese Gesell­schaft wird sie früher oder später dort hin treiben.

Und das ist wirklich schade.
@pietriegefullen9394 25.03.2025, 9:59:23
Unser Sohn ist 2,5, liebt Glitzer­kleid­chen und Nagel­lack und ist der schnells­te, schlaus­te. Er liebt Stöcke und Steine, und seine Puppe. Die will er beein­dru­cken. Seine Babyschwes­ter tröstet er liebe­voll. Gestern beim Abend­essen dann unver­mit­telt:“ ich seh aus, ob ich ein Mädchen bin“. Wir:“ ist das gut oder schlecht?“ er:“ das ist cool“.
Trotz­dem. Mit 2,5 weiß er schon wie Mädchen und wie Jungs ausse­hen. Und das in einem Umfeld, in dem sehr darauf geach­tet wird, möglichst nichts vorzugeben.
@smartiefox256 21.03.2025, 16:36:51
Der letzte Satz mit dem “Rosa Kleid nicht schmut­zig machen” ist für mich mit Abstand der wichtigs­te… Warum ist es immer für Jungs ok sich schmut­zig zu machen, aber Mäfchen wird einge­re­det, dass das schlecht ist… Wenn man sich nicht draußen schmut­zig machen darf, bleibt ja drinnen fast nur das Puppenhaus.
@JR-gy5bt 21.03.2025, 23:03:36
Ich erwähne immer wieder gerne, wie schwie­rig sich Kleidungs- und Spiel­zeug­kauf gestal­tet, wenn die Kinder nicht ganz so geschlech­ter­kon­form ticken 🙈 Sohn liebt seit seiner Kindheit lila und steht mittler­wei­le dazu, wurde aber in Kinderg­a­ren und Grund­schu­le dafür gehän­selt. Tochter lieb schon immer grün, kann aber seit dem Kinder­gar­ten rosa nicht leiden (und ja, weil rosa für etwas steht, dass sie nicht sein wollte: ein absolut süßes Mädchen). Ihre Wunsch in der Grund­schu­le nach einem grünen ärmel­lo­sen Rollkra­gen­ober­teil OHNE Dino oder Fußball­mo­tiv konnte ich ihr nie erfül­len — geschwei­ge denn die Puppe mit Schwert.
@schmusibar9447 21.03.2025, 16:15:06
2008 habe ich als Schul­so­zi­al­ar­bei­te­rin an einer Grund­schu­le gearbei­tet. Die dritte Klasse hatte zu der Zeit ein Kind mit Behin­de­rung. Dieses Kind hatte einen zivil­dienst­leis­ten­den jungen Mann, der sehr lange Haare hatte. Auf dem Schul­hof bekam ich mit, wie ihm die Kinder gefragt haben, warum er lange Haare haben, weil das ja laut den Kindern nur Mädchen/Frauen haben dürfen. Schon Grund­schul­kin­der haben das Ganze verinnerlicht…
@magnuslunzer2335 21.03.2025, 20:59:37
Ich mochte rot immer mehr als blau.
Kinder­klei­dung sollte defini­tiv nicht sexua­li­siert werden, das ist schon hart ekelhaft.
@bananatfs4445 21.03.2025, 16:47:54
Ich halte absolut gar nichts von Rosa/Blau. Falls ich jemals Kinder haben sollte, gibts nur Grün 😂 Und diese Sexua­li­sie­rung ist mir auch schon oft aufge­fal­len. Das finde ich maximal absto­ßend! Ich habe mir als kleines Mädchen immer die Jungskla­mot­ten ausge­sucht, weil die einfach viel beque­mer waren. Außer­dem hatte ich tonnen­wei­se Dinospiel­zeug. Aber ich war auch Papas (Heavy Metal) Prinzes­sin und habe beste Sozia­li­sie­rung genos­sen. Ich hatte sowohl Puppen, als auch Autos. Von allem ein Bisschen. Pinke Legostei­ne sind meiner Meinung nach Teil des Problems.… Die Sets sind alle oberfläch­lich und auf ausse­hend ausgelegt…
@bettinakellner-hofmann9353 22.03.2025, 13:22:28
Ich denke, dass hier — wie bei vielen anderen Dingen — haupt­säch­lich die Vorbild­wir­kung der Elter den Unter­schied macht. Braucht die Mama den Papa, um mal eine Schrau­be anzuzie­hen oder Reifen zu wechseln oder greift sie selbst hin. Ist der Papa fähig, die Wasch­ma­schi­ne zu bedie­nen und ein selbst­ge­koch­tes Essen auf den Tisch zu stellen oder setzt er sich zum Tisch und lässt sich bedie­nen.
Ich finde Vorbild grund­sätz­lich viel wichti­ger als Erziehung.
@IngridHellmich 22.03.2025, 10:29:05
Meine Tochter verklei­de­te sich im ersten Kinder­gar­ten­jahr zu Fasching als Schwein, dann als Ritter mit Helm und Schwert und im dritten Jahr als Fee. (80%der Mädchen waren Feen)
Mein Sohn verklei­de­te sich als Puppi Langstrumpf. 🤔
Sie hat Pädago­gik und Geschich­te studiert, er Elektro­tech­nik.
Ich war in unserer Familie die Ernäh­rerin und mein Mann Zuhause.
@SvenjaOtto 24.03.2025, 12:18:47
Ich denke, je neutra­ler, sozia­ler und offener die Eltern sind, desto eher können die Kids gestärkt und wenig vorein­ge­nom­men aufwach­sen. Die Neutra­li­tät können Eltern nur weiter­ge­ben, wenn sie selbst nicht auf Beein­flus­sung von Medien reinfällt.
@JayPendragonWatches 23.03.2025, 8:25:34
Woah, die Studien zu den Kleidungs­schnit­ten hat mich echt geschockt 😮Danke für das Video!
@laubrollenzierde 22.03.2025, 12:57:33
Da ist sicher was dran. Wir sind ein Produkt von Anlage und Umwelt.
Ich (w) mag zwar schöne Kleider und nähe. Aber ich bin auch Solda­tin gewor­den. Als Kind hat mich mein Vater zum angeln mitge­nom­men, ich habe Baumhäu­ser gebaut und leiden­schaft­lich gerne mit Legos gespielt (tue ich heute noch). Mit meinem Vater habe ich mit Legos alles Mögli­che gebaut. Genauso gerne habe ich immer gezeich­net und tue das auch heute noch.
Ich glaube ich bin weder stereo­typ weiblich oder männlich. Und mir fehlt so auch nichts. Ich bin einfach ich. Und das ist wunderbar.
@loveartandscience6289 21.03.2025, 19:42:34
Ich als Mann habe im Grund­schul­al­ter am liebs­ten mit Puppen gespielt und vorwie­gend mit Mädchen herum­ge­han­gen.
Inter­es­sant ist: Im Studium habe ich mich auch für einen Weg entschie­den, der (mittler­wei­le) stark weiblich dominiert ist — in den Geisteswissenschaften.
@Freudenbringer 21.03.2025, 15:47:19
Mein Sohn liebt Rot und lila. Ich kaufe oft in der Mädchen Abtei­lung. Ich kenne das so gut.
YouTube Infobox ⓘ

Rosa für Mädchen, Blau für Jungs – nur ein harmlo­ses Klischee? Weit gefehlt! Forschun­gen zeigen, dass Geschlech­ter­far­ben weitrei­chen­de Folgen haben können. Schon die Wahl der Kinder­klei­dung beein­flusst, wie Babys wahrge­nom­men, behan­delt und sogar medizi­nisch versorgt werden. Ein schockie­ren­des Experi­ment belegt: Menschen entschei­den über medizi­ni­sche Behand­lun­gen von Säuglin­gen – allein basie­rend auf ihrer Kleidung!

Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Geschlech­ter­kli­schees und Rollen­bil­der prägen nicht nur das Selbst­bild von Kindern, sondern auch ihre Gesund­heits­ri­si­ken, ihre Schul­no­ten und die Vorstel­lung ihres Berufs­le­bens. Dabei war es histo­risch genau anders­her­um – Rosa war einst die Farbe für Jungs, Blau für Mädchen!

Wie tief sind diese Stereo­ty­pen wirklich in unserer Erzie­hung veran­kert? Und wie können wir verhin­dern, dass sie Kinder in unsicht­ba­re Schran­ken zwängen? Warum Farben mehr Macht haben, als wir denken – und was wir dagegen tun können. Das erfahrt ihr in diesem Video.

// Unsere Kapitel

0:00 Stereo­ty­pe
0:35 Rosa vs. Blau
4:00 Mode und Sexualisierung
6:04 Prägung durch Spielzeug
10:06 Auswir­kung auf das spätere Leben

// Unser Team

Autor:innen: Verena Böttcher, Markus Meyer-Gehlen
Reali­sa­ti­on: Vanessa Reske
Kamera und Schnitt: Annale­na Schumacher
Grafik: Luisa Zanzani
Redak­ti­on: Max Ostendorf

// Hier geht’s zum Quellendokument
https://docs.google.com/document/d/1J_FtciVXqLEmBI87KB6_3sgEz3TwueCva4PfSBnuk‑I/edit?usp=sharing

// Mehr zum Thema

Unser Video “Frauen & Männer: Wie unter­schied­lich sind sie wirklich? | Quarks TabulaRasa”
https://​www​.youtube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​t​S​0​r​m​q​w​X​0HY

Unser Video “Drängen wir Kinder in Geschlech­ter­rol­len? Ein Experi­ment | Quarks” https://​www​.youtube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​n​C​Y​P​9​N​x​w​2s4

Unsere Podcast­fol­ge “Gute Erzie­hung – mit Bauch­ge­fühl oder Ratgeber?”
https://​www​.quarks​.de/​p​o​d​c​a​s​t​/​g​u​t​e​-​e​r​z​i​e​h​u​n​g​-​m​i​t​-​b​a​u​c​h​g​e​f​u​e​h​l​-​o​d​e​r​-​r​a​t​g​e​b​er/

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